Wieder zurück

Wieder zurück

Was war das ein Sommer, Wärme und Sonne satt! Nicht unbedingt gut fürs Geschäft aber gut für die Seele. Und zum krönenden Abschluss der perfekte Sommerurlaub.

In diesem Jahr zog es uns mal wieder nach Polen. Wir hatten nur 14 Tage Zeit, wollten nicht so weit fahren aber trotzdem ins Ausland. Vor 7 Jahren waren wir schon einmal mit den Rädern da und neugierig, wie sich Land und Leute verändert haben.

Nach einer ersten Nacht auf einem sehr charmanten (und unverhofft auftauchendem) Agritourismo mitten im westpommerschen Nichts landeten wir in der Kaschubischen Schweiz. Direkt am Ufer dieses wunderschönen Sees (der selbst bei Google-Maps namenlos ist), nur über eine kurze Sandpiste zu erreichen lag unser Campingplatz.

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Dort wurde Puck samt Vorzelt aufgebaut – so sieht unsere kleine Urlaubsinstallation dann aus:

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Mitten im kaschubischen Nichts gab es dann wenig Ablenkung von der totalen Entspannung, auf den See blicken, wunderschöne Sonnenuntergänge beobachten und die Ruhe genießen.polen6

Von mir mit Strick- und Leseetappen unterbrochen, Karin widmete sich mit vollem Enthusiasmus dem Einkauf und der Zubereitung ortstypischer Lebensmittel. Tägliche Routine war ebenfalls ein ausgiebiges Bad im See mit anschließendem Belohnungseis.

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Einen Tagesausflug haben wir nach Gdynia gemacht, eine aufstrebende Stadt im Großraum Danzig mit einem ehrgeizigen Stadtentwicklungsprogramm. Dort ist an jeder Ecke Aufbruch und Kreativität spürbar- das werden wir uns sicherlich in ein paar Jahren wieder anschauen.

Wenig Kreativität konnte ich dagegen im polnischen Wollangebot entdecken, das Garn das mir über den Weg lief kam überwiegend aus der Chemiefabrik und nicht vom Tier. Auch die Präsentation war nicht immer liebevoll. Zum Glück hatte ich reichlich wolligen Reiseproviant dabei, 2 Paar Socken, eine Strickjacke, ein Hitchhiker und 20 cm Rosenbridge sind die Ausbeute der 14 Tage.

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Nachdem wir nach einer guten Woche Kaschubei ungeahnte Zustände der Tiefenentspannung erreichthatten ging es weiter in Richtung der quirligeren Ostsee. Nach einem halben Tag Schlechtwetter mit vereinzelten Regentropfen verwöhnte uns die Sonne wieder.

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Unser Tagesprogramm hier: lange Strandspaziergänge. Ausflüge in rummelige Badeorte und Fisch frisch vom Kutter. Ich habe selten besseren Fisch gegessen als in unserer Hafenbar im unaussprechlichen Ort Mrzeżyno!

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Jetzt sind wir wieder zuhause, die Waschmaschine dreht sich, nur im Flur liegt noch ein Häuflein Sand das sich in Hosenaufschlägen und Badehandtüchern eingeschmuggelt hat. Wir hatten einen wunderbaren Urlaub bei sehr liebenswerten und entspannten polnischen Gastgebern. Hoffentlich kann ich diese Gelassenheit lange in meinem Alltag konservieren!

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Urlaubsvorbereitung

Urlaubsvorbereitung

Heute ist mein letzter Arbeitstag und damit auch der letzte Pattern-Friday für den August. Neben lästigen Notwendigkeiten wie Rechnungsüberweisungen und Abwesenheitsnotizen steht schon seit einigen Tagen die Planung und Auswahl der Urlaubsstrickprojekte auf dem Plan.

Unbedingt zu den Urlaubsprojekten zählen für mich immer Socken. Die kann ich wunderbar bei der Fahrt stricken und meist auch schon an kühlen Urlaubsabenden tragen. Normalerweise stricke ich bunte Garne immer klassisch im Rippenmuster, heute habe ich euch aber die Nadelstreifen-Socken ausgesucht. Genug Muster um etwas Abwechslung zu haben, aber nicht zuviel um im Farbrausch unterzugehen.

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Als Garn werde ich etwas ganz besonderes verwenden: eine Eigenfärbung auf Zitron-Trekkinggarn. Ich habe ein wenig mit den gerade so beliebten „Spreckels“-Farben experimentiert. Wenn mir das Strickergebnis auch so gut gefällt wie das Knäuel werde ich nach meinem Urlaub einen Schwung für den Laden färben.

Und jetzt verabschiede ich mich erst einmal, ab dem 1. September bin ich wieder für euch da. Wer in der Zwischenzeit das ein oder andere Urlaubsbild sehen will: auf meinem Instagramm-Account werde ich bei Netzverfügbarkeit sicher ein paar Fotos zeigen.

Fair Isle Stricken trifft Delfter Kachel

Fair Isle Stricken trifft Delfter Kachel

In Vorbereitung auf unsere Reise zum Thema Fair-Isle-Stricken ist mein Auge gerade natürlich Fair-Isle geschult. Jetzt bin ich doch tatsächlich bei einem dänischen Wollhersteller über ein kostenlose deutsche Strickanleitung für ein Fair-Isle Muster mit holländischen Motiven gestolpert – Multikulti auf die Nadeln! Delft heißt das gute Stück und wird klassisch in Runden gestrickt und dann aufgeschnitten.

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Passendes Garn ist natürlich dänische Shetlandwolle, entweder die Tynd-Uld von Geilsk oder die Shetlandwolle von Karen Noe – da bleibt kein Farbwunsch offen. Und ich überlege doch noch einmal kurzfristig mein Reiseprojekt umzubuchen.

Tücher-KAL

Tücher-KAL

Das mit unserer doodle-Umfrage hat ja wunderbar funktioniert. Auch wenn mir einige wenige Fälle von Beeinflussung und Mehrfachabstimmungen unterkamen, es hat Spaß gemacht. 31 Strickerinnen haben teilgenommen und es war von Anfang bis Ende ein sehr knappes Rennen. Gewonnen hat mit nur einer Stimme (11) mein ganz persönlicher Favorit „Moonraker“. Quicksilver und Ropedance haben jeweils 10 Stimmen bekommen.

Da es so knapp ist hab ich mir etwas überlegt – „Tata“ – jede darf ihr persönliches Lieblingstuch stricken. Die Anleitungen sind insgesamt alle weniger komplex als unser Exploration-Station vom letzten KAL, da können wir auch gleichzeitig unterschiedliche Tücher stricken. Los geht es dann am 28. Oktober, ich freu mich schon sehr!