Seide aus Japan

Seide aus Japan

Ich musste in dieser Woche für eine Kundin Garne von Ito bestellen. Um das Paket voll zu machen habe ich erstmals die neue Serishin mitbestellt. Das Garn gibt es zwar schon länger, seit dieser Saison aber mit neuer Aufmachung uns in neuen Farben.

Da saß ich also ehrfürchtig vor den Spulen und überlegte. Für solche edlen Garne will ich immer das perfekte Projekt – das führt auch gerne mal zu völliger Handlungsunfähigkeit. Bei ravelry durch alle Projekte zu diesem Garn geklickt – die fließenden Seidentops gefallen mir sehr, aufgrund meiner Rundungen jedoch nicht für mich. Aber ich habe ein schönes Tuch gefunden mit dem passenden Namen Less is more. Die ersten Reihen habe ich gestern gleich genadelt, man muss doch ein Gefühl für das Garn bekommen. Bei den linken Maschen durch das hintere Maschenglied spleisst das Garn ein wenig, stört mich aber nicht weiter. Das Strickbild ist toll.

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Da das bastartige Gefühl sich beim Waschen verlieren soll hab ich die Strickspitze gestern noch unter den Wasserhahn gehalten (Wer übrigens findet, das nasses Schaf komisch riecht sollte nie an nasser Seide riechen). Es wird wirklich weicher und fließender, ich bin sehr angetan. Gleich beim Stricktreff geht es weiter 🙂

Und wer noch tiefer in die japanische Kultur eintauchen mag: ich hab jetzt auch ein japanisches Handarbeitsmagazin im Laden.

magazin

Endlich wieder Topstykke

Endlich wieder Topstykke

Wer mich kennt kennt auch mein Lieblingsstrickstück: die Topstykke von Geilsk. Schon vor vielen Jahren gestrickt habe ich das gute Stück wirklich viel und lange getragen. Aber wie das so ist, irgendwann ist der Lack ab, 5 Jahre Alltag mit mir sind halt schwer auszuhalten. Als dann die ersten Löcher unter den Armen auftauchten entschied meine Frau: das Teil muss weg. Mit viel Überredung (und Schummelei) hatten wir noch 2 gemeinsame Monate. Zum Umzug wanderte das Teil aber dann endlich in den Müllsack. Und fehlte mir, sehr!

Und dann lag da doch noch die Shetland-Wolle von Karen Noe für mein Fair-Isle-Projekt. Zu klein angeschlagen, nicht ganz mein Schnitt, nach hinten in die Schublade geräumt. Und genug für eine neue Topstykke. Also stand das Urlaubsstrickprojekt fest: eine neue Tunika.

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Passte farblich ja auch so schön zum Meer!

Gestern habe ich abgekettet, die Fäden vernäht. Und heute musste das Ding gleich getragen werden, noch ungewässert und knorkelig – egal. Wässern kann ich noch wenn es zu warm zum Tragen ist. Und ich glaub, sie ist fast noch ein wenig schöner als die erste.

Und wenn sie nicht gestorben sind…

Am Meer sein…

Am Meer sein…

… ist für mich durch nichts zu ersetzen. Nach einer Woche am Mittelmeer habe ich immer noch das beständige Wellenrauschen in Ohr, die unvergleichlichen Blautöne vor Augen.

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Auch wenn wir diesmal das ganz große Wetterpech hatten (während es hier Sonne satt gab, hatten wir meistens Sturm, Regen und Kühle), jeder Sonnenstrahl zauberte die tollsten Bilder und ließ mich die Kamera zücken. Und unser Apartment lag wirklich direkt am Strand, nur von Terrasse und Brüstung getrennt – man hatte das Meer in jeder Lebenslage im Blick.

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Wir waren viel unterwegs, sind entlang der Bucht gewandert, über Küstenstraßen gefahren, haben Aix-en-Provence und Bandol besichtigt und unser Herz an Marseille verloren. Diese Stadt hat mich wirklich begeistert, ihre Mischung aus engen Gassen, arabisch/afrikanischem Flair und Weite und Modernität im städtebaulich komplett umgestalteten Hafenbereich hat mich komplett gefangen genommen. Dort war ich nicht zum letzten Mal! Und zur Einstimmung hatte ich die sehr empfehlenswerte Marseille-Triologie von Jean-Claude Izzo gelesen. Sie beschreibt noch das Marseille vor der Sanierung, ist ein wenig düster und weckt trotzdem die Liebe zu dieser Stadt.

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Aber eigentlich wollte ich euch doch ein Muster vorstellen, die lange Einleitung macht vielleicht verständlich, warum es heute dieses ist: der Küsten-Loop von Kathrin Pohnke. Schaut euch die Fotos an und ihr versteht 😉

Als Garn schlage ich euch heute die Unisono von Atelier Zitron in den passenden Blau/Türkistönen vor, ihr habt die Auswahl aus 3 Varianten.

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Und ich scroll mich jetzt weiter durch meine Urlaubsfotos und träum mich zurück.