Zeit für Pullover

Zeit für Pullover

Meistens stricke ich ja Mützen und Tücher, Kleinkram sozusagen. Geht schnell (meistens), lässt mich neue Garne, Texturen und Muster probieren. Aber irgendwie hat mich in den letzten Wochen die Lust auf richtige Pullover gepackt – da war es auch noch kälter. Und so sind in den vergangenen Tagen gleich 2 Pullover von meinen Nadeln gehüpft.

Den Rauwerk Trees hatte ich noch im vergangenen Jahr angenadelt. Die Anleitung war Liebe auf den ersten Blick, außerdem hatte ich mit der Wendelsteiner Schafswolle das perfekte Garn im Laden liegen – total zufällig natürlich. Trotz Nadelstärke 4,5 bremste das Zopfmuster der Vorderseite doch ganz ordentlich, kurz nach der Ärmeltrennung verlor ich die Ausdauer. Außerdem ist das Projekt nicht so ganz das richtige Unterwegs-Strickzeug, es ist einfach zu voluminös. Also schlummerte es in der Ecke bis ein paar Tücher das Licht der Welt erblickten

 

Anfang Februar scheiterte dann der Versuch meinen nach jahrelangem intensiven Gebrauch inzwischen etwas labbrig gewordenen Blue House Sweater kontrolliert zu filzen. Er filzte zwar ganz wunderbar, leider aber auf eine Größe die von meiner sehr weit entfernt ist. Eine kleine und zierliche Freundin von mir trägt ihn jetzt mit großem Vergnügen. Und da für mich ein Leben ohne blauen Pullover zwar möglich aber sinnlos ist, musste schnellstmöglich eine Lösung her. Der Vertical Stripes Sweater hatte es bereits im September auf meine Favoritenliste geschafft, dazu eine Kombination von Atelier Zitrons Understatement und Lamanas Premia – was halt so rumliegt 😉

Das gute Stück war nach nur einer Woche fertig und hat von Farbe und Textur meine Erwartungen noch übertroffen. Ein neuer blauer Lieblingspullover ist da!

Das gab mir auch wieder den neuen Schwung für den Rauwerk, so viel Arbeit war es dann doch nicht mehr. Rücken und Ärmel sind glatt rechts und gehen schnell von der Hand. Und dann hab ich all meinen Mut zusammen genommen und noch einen Filzversuch gestartet. Und diesmal wurde ich belohnt. Ein wunderschönes Maschenbild, schön dicht mit leichtem Flaum UND immer noch die passende Größe. Das ist der richtige Draußen-Pullover für die Übergangszeit und kühle Abende auf dem Campingplatz und im Garten.

Und weil ich gerade so schön im Schwung bin, werde ich meine Morginn-Strickjacke aus unsrem KAL kurzerhand auch zum Pulli umarbeiten. Und vielleicht auch wieder filzen…

 

Danke sagen

Danke sagen

Vor wenigen Tagen bin ich bei Ravelry über die Anleitung zum Odyssey-Schal von der wunderbaren Designerin Joji Locatelli gestolpert.  Ich wunderte mich, dass er kostenlos zu bekommen ist. Dann las ich ihren sehr emotionalen Beitrag, in dem sie sich für die große Unterstützung ihrer Strickerinnen bedankt, die ihr das Leben als Designerin überhaupt ermöglichen. Die Resonanz ist überwältigend obwohl erst vor 3 Tagen veröffentlicht haben schon 1096 Strickerinnen bei ravelry den Schal in ihrer queue! Ich natürlich auch 🙂

Und da ich in diesen Tagen mein 7-jähriges Ladenjubiläum feiere, hab auch ich 100 Gründe euch zu danken. Für eure Treue, eure Inspiration, die konstruktive Kritik und tatkräftige Unterstützung. Fürs Weiterempfehlen, die Herzchen bei facebook, google und Insta.

Ihr seid mir bereitwillig von Buckau nach Stadtfeld gefolgt, freut euch mit mir über den neuen Laden voller Luft und Licht.

Deshalb habe ich euch passend zu Jojis Anleitung Wolltüten gepackt. In 7 Farbvarianten – für jedes Jahr eine. Gewählt hab ich die Patina von Atelier Zitron, die hat schöne Farbabstufungen und dezenten Glanz. Die richtige Textur und Stärke für die Anleitung. Und als Dankeschön gibt es auf jede Tüte 7 Euro Rabatt ( 34,70 statt 41,70 Euro für insgesamt 6 Knäuel). Das Angebot gilt nur diese Woche und nur so lange der Vorrat reicht. Wenn weg dann alle.

Ach ja, und danke fürs Lesen!

Patina von Atelier Zitron, 55% Merino, 45% Viskose, 110m/50gr, 6,95 Euro

Neuer Strickjacken-KAL im Februar

Neuer Strickjacken-KAL im Februar

Im letzten Jahr ist der KAL im Getöse des Alltags leider untergegangen. Aber jetzt: neues Jahr, neuer Schwung.

Ab Februar wollen wir gemeinsam eine Strickjacke stricken. Zur Auswahl stehen 2 Modelle und 2 Garne. Gibt nach Adam Riese 4 Varianten. Die Strickjackenmodelle sind einmal die Morginn und einmal die Brennivin. Beide sind im Laine-Magazin erschienen. Und als Garn gibt es einmal die Alpakka Ull von Sandnes, für alle Farb- und Kuschelliebhaber. Oder die Merinowolle aus Bayern, in natürlichen Grau- und Beigetönen. Beides sind Worsted bis Aran-Qualitäten und eignen sich toll für warme Jacken. Ich überlege sogar, die Merinowolle in der Maschine leicht anzufilzen, erste Versuche mit Maschenproben sind vielversprechend.

Die verbindliche Garnauswahl erfolgt beim Stricktreff am 6. Februar (oder gern auch vorher). Ich bestelle dann die gewünschten Farben und Mengen für euch. Loslegen können wir dann am 20. Februar, anstricken findet bei mir im Laden statt. Für die weiteren Termine würde ich gerne an unterschiedliche Orte mit euch gehen, das teile ich euch mit, wenn ich weiß, wie viele KAL-Strickerinnen wir sind. Und für alle, die nicht mit am Tisch sitzen können, es wird eine geschlossenen Facebook-Gruppe geben. Dort können wir uns austauschen, Fragen klären und Fortschritte zeigen.

Also, ihr habt jetzt noch 4 Wochen um eure Ufos zu zähmen, dann geht es los!

Mützen über Mützen

Mützen über Mützen

Ein wenig sieht es aus wie nach einer erfolgreichen Jagd – aber hier kam kein Tier zu Schaden. Auf dem Tresen liegt meine aktuelle Mützen-Strecke. In den vergangenen Wochen im Hinblick auf die Adventsmärkte gestrickt. Für jeden Kopf die passende Mütze. Einige wärmen schon fremde Ohren, aber immer noch ist die Auswahl im Laden groß. Also ihr Weihnachtsgeschenkesucher: bei mir gibt es warme Ohren. Und für alle die lieber selber stricken – die Anregungen und passenden Garne gibt es natürlich auch bei mir.

Und da mir von den vielen kleinen Runden jetzt ganz schwindelig ist, wende ich mich wieder größeren Projekten zu. Zum Beispiel der wunderschöne neue Pullover von Katrin Schneider. Das passende Garn ist nächste Woche auch wieder im Laden aufgefüllt, genau wie mein persönlicher Strickbeutel. Ich schwanke nur noch zwischen hell-, mittel-, maus- oder dunkelgrau? Immer diese Entscheidungen.

Alle Jahre wieder: wir stürzen uns kopfüber in die Adventszeit. Mein Schaufenster ist schon passend dekoriert, das Wolllager füllt sich stündlich – ebenso wie die Papiertonne mit leeren Kartons. Bei mir kommen die ersten Lebkuchen auf den Teller und der Adventskalender wird am Treppengeländer aufgehängt. Und wie jedes Jahr wächst der Wunsch nach Zeit und Ruhe, zum Innehalten, Plätzchen backen, liebe Menschen treffen.

Aber auch wie jedes Jahr wird das nicht funktionieren. Wenn man Einzelhändlerin ist, fliegt diese Zeit blitzartig rechts und links an einem vorbei. Zum Glück verschenkt ihr gerne Wolle oder selbst gestrickte Geschenke, das ermöglicht mir erst, meinen kleinen Ladentraum weiterzuleben. Und so bin ich auch in diesem Jahr außer in meinem Laden auf meinen beiden Lieblingsmärkten zu finden: vom 30.11. bis 2. Dezember beim Advent in den Gewölben in der Festung Mark. Und am 6. Dezember wieder auf Gerfrieds bezauberndem Nikolausmarkt in der Schmuckwerkstatt Rayon. Dort hab ich in diesem Jahr nicht nur Wolle im Gepäck, es gibt auch das ein oder andere fertige Stück. Warme Mützen und Stirnbänder aus meinen Händen. Und wunderschöne Schals und Stulpen von einer kleinen Manufaktur aus Irland. Die haben im Oktober den Weg in meinen Laden gefunden und schon einige Herzen erobert.

Aus diesem Grund liegen meine größeren Strickprojekte auch gerade schlummern in den Stricktaschen. Derzeit klappern die Nadeln in der Mützenfabrikation. 3 Modelle bring ich auch als Stricksets mit auf die Märkte, Wolle und Anleitung für alle, die ihre Geschenke lieber eigenhändig herstellen.

Und ich Label jetzt erste einmal einen ganzen Stapel Mützen und blockiere mir dann ganz heimlich ein paar Stunden in meinem Terminkalender für meine ganz private Adventsstimmung. Frei nach dem Motto „Das Geheimnis der Weihnacht besteht darin, dass wir auf unserer Suche nach dem Großen und Außerordentlichen auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden.“