Alle Fugler sind schon da!

Alle Fugler sind schon da!

Manchmal ist es merkwürdig mit den Trends. Man kann sie auch einfach verschlafen. So ging es es mir mit den Strikke-Fugler von Arne & Carlos. Das Buch ist schon im Januar vergangenen Jahres erschienen, bei Ravelry dümpeln schon knapp 200 Projekte – nur ich hab nix mitbekommen.

Bis ich vergangene Woche auf der Suche nach einem kleinen Projekt für einen Strickworkshop war. Da bin ich plötzlich über die putzigen Gesellen gestolpert. Und war gleich ganz verliebt. Ob es am Frühling liegt, der Garten wächst und die Vögel singen? Ich wollte jedenfalls mal einen Vogel teststricken, nur um Dauer und Komplexität einzuschätzen. Was soll ich sagen, 2 Tage später saßen hier 4 bunte Vögel rum. Und es werden immer noch mehr.

Deshalb biete ich am 5. Mai im Rahmen der Work & Shop in der Klosterbergestraße einen Strikke-Fugler-Mini-Kurs an. Ich zeige euch, wie aus bunten Sockenwollresten schräge Vögel entstehen. Mit einer Grundanleitung könnt ihr die unterschiedlichsten Kerlchen erschaffen. Dafür solltet ihr mit dem Nadelspiel vertraut sein, sonst ist die Zeit zu knapp.

Hier die Fakten zum Workshop:

Termin: 5. Mai von 13.00 bis 14.30 Uhr
TeilnehmerInnen: mindestens 4
Kosten: 16 Euro incl. Wolle, Perlen, Draht; Füllung für einen Vogel, ohne Nadelspiel (2,5 – 3 mm)

Bitte meldet euch bis zum 30. April verbindlich an, bei mir im Laden oder unter ehses@maschenhaft-wolle.de. Der Kursbeitrag muss bis zum 2. Mai bezahlt sein, nur dann ist euch ein Platz sicher.

Und ich warne euch, die Biester machen süchtig!

Meine Eindrücke h&h 2018

Meine Eindrücke h&h 2018

Alle 2 Jahre breche ich nach Köln auf, zur DER Handarbeitsmesse für Fachbesucher. Das heißt: aufstehen um 4 Uhr früh, insgesamt 11 Stunden Bahnfahrt (hin und zurück) und eine Laufstrecke, die meinen Schrittzähler zu Begeisterungsstürmen hinreißt.

Aber das ist natürlich nur eine Seite der Medaille. Wenn ich dann in Köln durch die Messehallen laufe, sind alle Anstrengungen vergessen. Wolle wohin man blickt. Aus der ganzen Welt, in allen Erscheinungsformen. Klar, einiges davon lohnt keinen genaueren Blick. Acryl und Co, billig produziert bleibt einfach unbeachtet. Dafür ist mehr Zeit für die wirklich schönen Garne.

Wie immer hatte ich mir vorher einen Plan gemacht, Termine vereinbart und Favoriten im Hallenplan eingezeichnet. Gestartet habe ich diesmal mit einen Gespräch bei Sandnes Garn. Ein norwegischer Garnhersteller mit einer über 100jährigen Geschichte und interessanten Garnen in wunderbaren Farben. Der Moment, wenn die große Kiste mit allen Qualitäten auf dem Tisch steht, man jedes Knäuel befühlt, die Farbkarten bewundert und sich über die schönen Anleitungshefte freut – immer wieder magisch. Die harte Auswahl, was dann wirklich in den Laden kommt steht mir noch bevor. Aber zur nächsten Herbstsaison werden einige der Garne in mein Sortiment wandern, das steht fest. (Vor lauter Begeisterung habe ich übrigens völlig vergessen den Stand zu fotografieren. Und das ging mir an den anderen Ständen ganz ähnlich)

Danach ging es weiter zu meinen langjährigen Lieferanten. Bei Lamana gab es nicht nur einen leckeren Cappuccino und nette Gesprächen, 2 neue Garne sind im Programm. Ein traumweiches Merino-Cashmere-Lace namens Modena. Und die Merida, ein Sockengarn mit Merino und Seide. Obwohl ich persönlich das Garn viel zu schön für Socken finde. Für mich eignet es sich vielmehr für strapazierfähige Kinderkleidung und schöne Pullover. Dazu gibt es in vielen Qualitäten neue Farben, mein Herz war sofort von dem neuen Petrol der Premia erobert! Und als kleine Sneak-Preview hingen schon die ersten Modelle aus dem neuen Lamana-Heft auf dem Stand, das erscheint wieder im Herbst.

Nächster Stop: der Stand von Frau Kremke. Im Zentrum ihres Standes, die Garne von Shibui, Höchste Qualität aus Amerika, Garn in Vollendung. Edel, klar und klassisch ist die passende Überschrift. Diese Qualität hat natürlich auch ihren Preis.

Direkt um die Ecke hing ein neues Garn von Erika Knight, mit dem schönen Namen Wild Wool. Eine tolle Mischung aus englischer Wolle und Nessel, in 8 traumschönen Farben. Ich sah sofort einen Islandpullover aus dem Garn vor meinem inneren Auge. Es fällt mir schwer, bis Mai auf das Garn zu warten. Auch bei The Fibre Co hab ich ein neues Garn entdeckt, eine reine Lambswool aus Kent in den typischen FibreCo-Farben.

Generell fiel mir auf, das sich die Garne in 2 entgegengesetzte Richtungen entwickeln. Auf der einen Seite muss es immer weicher werden. Extrafeine Merino, möglichst mit Cashmere, Royal Alpaka, die Faserfeinheit bekommt teilweise den Stellenwert des heiligen Grals. Und auf der anderen Seite die ursprünglicheren Garne, norwegische Wolle, vor Ort versponnen, seltene Schafsrassen, begrenzte Herkunftsgebiete und historische Faserbeimischungen wie z.B. Nessel ergeben Garne mit viel Charakter. Nicht wirklich butterweich, aber die daraus gefertigten Teile geben ein schönes Maschenbild und sind haltbar. Das Gute daran: jeder kann sich sein persönliches Lieblingsgarn aussuchen, weich und verwöhnend oder eher charaktervoll.

Ich werde auf jeden Fall die richtigen Garne für euer persönliches Traumprojekt aussuchen und einkaufen. Und euch die Geschichte dahinter erzählen, auch wenn ich jetzt erst einmal einen ruhigen Sonntag zur Regeneration brauche, vielleicht mit leichtem Stricken 😉

Hamble ist da!

Hamble ist da!

Eigentlich wollte ich ja vor der Wollmesse nix neues mehr einkaufen. Aber ihr wisst schon – wenn ich einen Satz mit „eigentlich“ anfange.

Dienstag kam der Händler-Newsletter von Rosy Green Wool mit dem neuen Pullimodell von Isabell Kraemer. 5 Minuten später lagen Wolle (in Originalfarben) und Anleitung in meinem virtuellen Einkaufskörbchen und noch bevor die Vernunft ihre Einwände formuliert hatte, war der Bestell-Button gedrückt.

Jetzt liegen hier noch 3 Sets für ähnlich begeisterungsfähige Strickerinnen (2 sind schon reserviert). Gesamtpreis mit gedruckter und deutschsprachiger Anleitung:

für die Größen XS bis L 94,40 €
in Größe XL 112,30 €
und in Größe XXL 130,20 €

Ach ja, für mich liegt natürlich auch ein Set in der Schublade 😉

Auf den Nadeln

Auf den Nadeln

Diese Woche erreichte mich doch tatsächlich Kritik, dass noch nix Neues auf meinem Blog zu lesen ist. Zum großen Teil liegt das daran, dass mich momentan einige Dinge intensiv beschäftigen über die ich noch nicht reden kann, darf oder will. Da fällt es mir schwer, einfach locker daran vorbei zu plaudern.

Aber, ich nehme mir eure Kritik zu Herzen und erzähle euch, was meine Stricknadeln derzeit beschäftigt. Gerade abgenadelt habe ich eine Variante des Everyday-Shawls in einer neuen Materialkombination. Neben der Lamana Premia kam dabei das Garn eines norwegischen Herstellers zum Einsatz. Das gibt es momentan noch nicht bei mir im Laden, wenn alles klappt aber nach der Handarbeitsmesse in Köln. Dort habe ich zumindest schon einen Termin mit den Norwegern vereinbart.

Ebenfalls neu und testweise habe ich das Garn Luma von TheFibreCompany auf den Nadeln. Die Mischung aus Merino, Seide, Baumwolle und Leinen gibt einen Ausblick auf wärmere Zeiten und begeistert mich sehr. Als Projekt hab ich mir das Alanis ausgesucht, ich liebe ja Teile die man immer wieder neu kombinieren kann. Das Garn passt auch perfekt zum Modell. Wer auch ein tolles Sommergarn sucht: Luma gibt es bei mir in vielen tollen Farben auf Vorbestellung. Ich stricke es natürlich in der Farbe Breton 😉

Mein letztes Modell ist aus bekanntem Garn – der Como von Lamana. Neu ist die Anleitung: ein Teststrick für einen zuckersüßen Fuchspullover in Babygröße. Die Deadline ist am 1. März, das sollte ich eigentlich schaffen. Auch wenn ich täglich meine Farbwahl verändere, es gibt aber einfach zu viele Möglichkeiten!

Auf die Wunschliste ist gestern noch diese Anleitung gekommen. Wenn ihr euch beeilt, bis zum 28. Februar könnt ihr sie kostenlos bekommen. Und ein schöner Schal geht doch immer! Kalt genug ist es ja auch, Wetter.de warnt auch überzeugend vor einem sehr kalten März.

Also, stockt die Garnvorräte auf, hackt das Brennholz, kocht ne große Kanne Tee und strickt los!

 

1. Strickcafe im Magdeburger IKEA

1. Strickcafe im Magdeburger IKEA

Die meisten von euch haben es mitbekommen, am vergangenen Dienstag fand das erste Strickcafe der maschinistin in Kooperation mit IKEA statt. Wie bei jeder klassischen Premiere war ich natürlich furchtbar aufgeregt und habe die Nacht vorher kaum geschlafen. Rechtzeitig 2 Stunden vor dem Startschuss waren wir vor Ort und haben in Ruhe aufgebaut. Die erfahrenen Deko-Mitarbeiter von IKEA haben dann noch alles schick gemacht und drapiert und uns leckere Kekse und Zimtschnecken bereitgestellt. In der Zwischenzeit lümmelte ich mit meinen Mitstreiterin in der bequemen Sofaecke und trank erst einmal einen Kaffee.

Einige Interessentinnen kreisten schon neugierig um die Tafel. Die Befürchtung, dass keiner kommt war wohl doch unbegründet. Was dann aber um 15 Uhr passierte war unglaublich. Innerhalb weniger Minuten waren ALLE Plätze belegt. Wir breiteten uns nach und nach über weitere Tische und Sitzecken aus, bis wir den hinteren Bereich des Restaurants fest in Strickerinnenhand hatten.

Und ich lief wie ein Duracell-Häschen um die Tische, stellte mich vor, erklärte die Stirnbänder und beantwortete Fragen. Tiefergehende Unterstützung bis hin zum Anfängerstrickkurs war zwar teilweise gefragt, in diesem Rahmen aber leider unmöglich. Dafür war es viel zu voll. Meine beiden fleißigen Helferinnen zauberten in der Zwischenzeit kleine Utensilos aus den schönen IKEA-Stoffen. Dementsprechend waren sie natürlich auch heftig umlagert, hatten sich aber schnell helfende Hände für den Zuschnitt organisiert.

Die Zeit verging wie im Fluge, langsam wurde es leerer, ich konnte endlich meinen kalten Kaffee leeren und die angebissenen Zimtschnecke von vor 3 Stunden aufessen. Völlig erschöpft und beseelt räumten wir schnell alles wieder auf und machten uns auf den Heimweg. Der Kopf summte noch ein paar Stunden.

Immer wieder wurde ich gefragt, ob es eine Wiederholung gibt. Ja, gibt es! Am 27. März wird es das 2. Strickcafe bei IKEA geben. Genauere Infos findet ihr dann bei mir oder auch bald auf der IKEA Magdeburg Webseite. Stay tuned!

Und für alle Selbermacherinnen hier noch ein Rezept für köstliche Kanelbullar

Hat jemand den Januar gesehen?

Hat jemand den Januar gesehen?

Mitte Dezember saß ich mit Undine im Laden und wir lasen uns gegenseitig unser Brigitte Jahreshoroskop vor. Bei mir war ganz viel von Jupiter, Uranus und Pluto zu lesen, von Herausforderungen, Veränderungen und Unerwartetem. Klang ziemlich anstrengend. Vorsichtshalber glaube ich ja nur an Horoskope, wenn sie positiv sind. Also hab ich meins schnell zugeklappt und unter Unsinn verbucht.

Und dann kam 2018. Das Jahr sprang wie ein kleines Teufelchen aus der Box und überschüttete mich mit Herausforderungen, Veränderungen und Unerwartetem. Lustigerweise fühlte sich das aber alles ziemlich gut an – jedenfalls bisher. Vieles davon ist noch nicht spruchreif, nur soviel: das wird ein spannendes Jahr.

Aber es gibt ja glücklicherweise mein privates Meditationsprogramm: Stricken bis die Entspannung kommt.

Gestern habe ich den Islandpullover für unseren Freund abgenadelt, er hängt gerade in Sichtweite und trocknet.

Zeitgleich laufen die Vorbereitung für den ersten Stricktreff bei IKEA. Dienstag nachmittag ist es endlich so weit, ich bin schon ziemlich aufgeregt. Hoffentlich kommt ihr zahlreich vorbei und unterstützt mich moralisch. Ich freu mich jedenfalls schon riesig, das wird bestimmt schön!

Und dann ist da ja noch das geheime Geheimprojekt. Da muss ich mich noch ganz schön gedulden bevor ich das zeige. Und wer mich kennt weiss – Geduld ist meine große Stärke ;).

Jetzt möchte ich aber mal wieder etwas für mich stricken. Und da gestern ein frischer Karton von Filcolana aus Dänemark kam, will ich mal wieder die Pernilla verstricken. Und da ich das 2farbige Patent immer noch nicht leid bin, fiel meine Wahl auf den schönen Jardin-Schal.

Aber in welcher Farbkombi? Also setze ich mich morgen erst einmal hin und mache Häufchen in unterschiedlichen Kombis. Könnt ihr gerne morgen nachmittag beim Stricktreff bewundern. Und vielleicht braucht die ein oder andere auch noch ein Ferienprojekt und adoptiert eines der Häufchen? Einen warmen Schal braucht Frau doch immer!