Mehr als Wolle

Mehr als Wolle

gab es bei mir im Laden schon immer. In diesem Jahr bin ich beim Einkauf jedoch ein klein wenig eskaliert und habe Dinge eingekauft die euch oder euer Strickzeug verwöhnen.

Zuerst: Sockenbretter! Danach hattet ihr schon oft gefragt. Aber alles, was ich gefunden habe war entweder Kunststoff, unschön oder unbezahlbar. Aber jetzt habe ich einen Lieferanten gefunden, der aus unbehandeltem Holz sehr schöne Bretter macht. Ab sofort in 2 Designs, 4 Größen und für 14,90 Euro das Paar zu haben.

Und falls ihr noch nach den passenden Socken sucht: ich mag die MeerSoxx von Stine & Stitch sehr gerne! Und ganz besonders schön werden sie aus der Farbvielfalt der Arwetta von filcolana.

Und für Strickfaule oder Ungeübte gibt es auch wieder eine frische Lieferung mit Hirschsocken aus reiner Wolle. Schon fix und fertig, mit Muster oder Ringeln. Auch gut als schnelles Geschenk.

Neu sind auch meine Klappboxen in Mini und Midi aus Kunststoff in schönen Skandinavien-Farben und stapelbar. Eigentlich zum Verkauf geordert sind Undine und ich vergangenen Samstag durch den Laden gestrolcht und haben unsere halbe Wollauslage in diesen Boxen verstaut. Ich nutze sie auch für mein Strickzeug – mit der Mini-Box kann man endlich die Ito-Konen davon abhalten quer durch den Raum zu rollen! Und jedes Ufo bekommt jetzt sein eigenes Zuhause.

Inzwischen haben wir uns gebremst, es sollen ja noch ein paar Boxen für euch übrig bleiben.

 

 

 

 

Ebenfalls neu, ganz zum Verwöhnen für euch, sind die Seifen, Handcremes und Bodylotion von Klar-Seifen und Hopery. Pflegende Naturkosmetik aus Deutschland die man nur schwer beschreiben kann, man muss sie eigentlich mit der Nase entdecken. Angenehmer Nebeneffekt: der ganze Laden duftet dezent wunderbar.

 

 

 

Nicht mehr ganz neu aber nicht weniger schön sind die Ledersachen von Muud aus Dänemark. Viele von euch haben sie schon bewundert. Aus Dänemark trudeln so nach und nach immer neue Modelle ein. Momentan ist der Tisch schon ganz gut gefüllt. Und ich selber überlege immer noch: nehme ich eine Stavanger, eine Saturn XXl oder eine Lofoten für mich selber. Meistens trefft ihr die Entscheidung für mich, und kauft euch das Modell einfach selber 🙂

Erholt in die Stricksaison

Erholt in die Stricksaison

Nach 3 traumhaften und entspannten Wochen auf der Route Hamburg-Schleswig-Nordjütland sind meine Akkus wieder randvoll. Jeglicher Stress wurde mir vom kräftigen Nordseewind aus dem Kopf gepustet und das kreative Rädchen im Kopf ist wieder angesprungen.

Mit riesiger Freude bin ich in meinen Laden zurückgekehrt. Der Herbst naht auch in diesem Jahr mit spannenden Projekten.

Los geht es Mitte Oktober mit einem KAL. Im vergangenen Herbst haben wir hier im Workshop mit ChrisBerlin gemeinsam ihren Boy-Friend-Cardigan gestrickt. Da sie uns aus bekannten Gründen in diesem Jahr nicht besuchen kann, haben wir uns kurzerhand entschlossen, ihr wunderbares Schal/Tuch Kolding gemeinsam zu stricken.

Und da Vorfreude bekanntlich ja immer die schönste Freude ist, werden hier schon fleißig Wollsorten begutachtet und Maschenproben gestrickt. Zuerst in der engeren Wahl: die Yak und die Herbstwind von Atelier Zitron und die Milano von Lamana. Langsam schwenken wir jetzt schon auf 2-fädige Kombination um. Mein heißer Tipp: Piura und Modena von Lamana gemeinsam verstrickt. Dazu werde ich heute abend auf jeden Fall noch eine Maschenprobe stricken!

Habt ihr auch Lust mitzustricken? Dann kommt im Laden vorbei oder schreibt mir eine Mail, wir finden hier für jede das passende Garn! Ich freue mich auf viele Mitstrickerinnen und spannende Garnkombis.

The gras is greener…

The gras is greener…

… on the other side.

Das ist bei meiner neuen Tuchanleitung ganz wörtlich zu nehmen. Gestrickt aus 2 frischen Grüntönen in 2 verschiedenen Garnen von Ito ist irgendwie immer die andere Seite grüner.

Und da eine Seite aus reiner Seide schön kühlt, ist es sogar das perfekte Sommerprojekt. Und wenn es mal frischer wird, trägt man einfach die kuschelige Mohair-Seite nach innen.

Dieses einfach zu strickende Tuch hat lustigerweise die längste Entwicklungsgeschichte all meine Entwürfe hinter sich. Die Grundidee war gleich ganz klar, aber bei so simplen Dingen kommt es besonders auf die Details an. Und so sind innerhalb von einem Jahr von mir und 2 lieben Mitstreiterinnen insgesamt 7 Mustertücher gestrickt worden, alle mit leichten Unterschieden. Nach dem 6. war eigentlich alles klar und richtig, da war es aber tiefster Februar. Ganz blöde Zeit, um ein Sommertuch zu veröffentlichen. Also verschwand alles in der Schublade, erst einmal wurden der Longing for Leipzig und der Sparkling in spring veröffentlicht. Und dann war plötzlich Sommer und ich merkte, dass die Anleitung nie bis zu Ende geschrieben war. Also strickte ich noch eine 7. Version um sicherzugehen, dass alles passt und sitzt.

Ab heute könnt ihr die Anleitung bei ravelry kaufen, bis zum 10. Juli sogar mit 50 % Einführungsrabatt. Die passenden Garne bekommt ihr in meinem Onlineshop oder bei mir im Laden. Da berate ich euch natürlich auch gerne zu anderen Farbkombinationen. Nr. 7 habe ich zum Beispiel in der neuen Farbe Mint für Sensai und Kinu gestrickt, auch sehr schön!

Und wer Lust auf ein gemeinsamen Anstricken hat, ab nächsten Freitag gibt es endlich wieder eine Corona-taugliche Form des Stricktreffs – Stricken unter der Markise. Mehr Infos und die Anmeldemöglichkeit dazu findet ihr hier.

Stricken in der Öffentlichkeit

Stricken in der Öffentlichkeit

Pünktlich zum weltweiten “Knit in Public Day” haben wir uns am Samstag zum gemeinsamen Stricken getroffen. Bei mir im Laden sind Stricktreffs immer noch nicht möglich, bei 4 Teilnehmerinnen wäre Schluss und dann dürfte schon keine Kundin mehr in den Laden.

Aber da wir es alle so vermissen, hatte ich in unserer privaten WhatsApp-Gruppe vorsichtig angefragt, ob wir uns nicht mal an der frischen Luft treffen wollen. Die Reaktion hat mich völlig überwältigt. Alle haben innerhalb von Minuten zugesagt und sich den Termin in den Kalender eingetragen.

Und da so ein besonderes Treffen auch gerne einen besonderen Rahmen braucht, wurde mal wieder spontan ein kleiner Osaka-KAL ausgerufen – ausnahmsweise nicht von mir 😉

Irgendwie macht dieser Osaka abhängig, spätestens, seit wir angefangen haben, ihn in Runden zu stricken. Und da die Sensai-Kiste frisch und mit neuen Farben befüllt war, trudelten alle nach und nach ein und holten sich die flauschigen Knäulchen aus dem Laden.

Am Samstag saßen wir dann bei unendlich schwülem Wetter und Gewitterwarnung auf der wunderschönen Terrasse vom Cafe im Fort und ließen die Nadeln gegen das bedrohliche Donnergrollen anklappern. Dazu gab es leckere Torten, viele Berliner Weiße zum abkühlen und endlich wieder reichlich Strickgeplauder.

2 Stunden waren uns vergönnt, dann wurde der Himmel so schwarz und das Donnern so laut, dass wir nach hektischen Bezahlen alle auf die Räder sprangen. Zu spät, wir kamen alle pitschnass zuhause an. Aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht, Stricken macht glücklich, vor allem in der Öffentlichkeit und mit lieben Menschen.

Meine Frisur hat Corona

Meine Frisur hat Corona

Eine nicht lebensbedrohliches aber lästige Nebenwirkung der Pandemie spielt sich gerade auf meinem Kopf ab. Mein knackiger Kurzhaarschnitt möchte gerne alle 4 Wochen, im Ausnahmezustand auch 5 Wochen wieder in Form gebracht werden. Nötig ist das auch, weil sich meine krausen Gedanken gerne auch durch unzählige Wirbel außerhalb des Kopfes zeigen. Respekt zeigen sie lediglich vor meiner Lieblings-Friseurin Jenny, die ihnen  mit Rasiermesser und spitzer Schere die Flausen austreibt.

Mein letzter Friseurbesuch liegt jetzt 8 Wochen zurück. Die Phase “meine Haare stehen in alle Richtungen ab, egal was ich mit ihnen mache” ist inzwischen von einer gewissen Resignation von Haar und Trägerin abgelöst worden. Ich häng hier mal so rum ist das jetzige Motto.

Da bei mir gerade kein Friseurtermin in Sicht ist und ich die Vorstellung vom Haarschnitt mit Mundschutz und weiteren Schutzmaßnahmen auch nur begrenzt animierend finde, musste eine andere Lösung her. Und was macht man als passionierte Strickerin? Richtig, eine Mütze stricken. Angesichts der frühsommerlichen Temperaturen darf es natürlich nichts wärmendes werden, da begegnete mir der kostenlose Huatau Hat von Francoise Danoy. 

Das Muster ist luftig durchbrochen und einfach gestrickt. 2 Knäuel Line von Sandnesgarn (farblich passend zur Mund-/Nasenbedeckung) genügen. Lediglich mit der Stricknadelngröße bin ich gegenüber der Anleitung nach unten gegangen. Das Bündchen habe ich mit 3 mm, der Rest mit 3,5 mm gestrickt, sonst wird es zu labbrig. Und obwohl ich sonst eher einen schwierigen Mützenkopf habe, hat das Ergebnis mir und meiner Frau gut gefallen. Und wenn ich mir einen Pferdeschwanz binden kann, kann ich die Mütze ja wieder weglassen.