Eigentlich hatte ich ja genügend Strickprojekte auf den Nadeln (und in diversen Truhen, Körben und Schachteln verstaut), als Claudia vor ca. 3 Wochen zum Teststrick aufrief. Sie hat ihre erste Pulloveranleitung erstellt und suchte fleißige Strickerinnen, die innerhalb von 4 Wochen den Pullover nacharbeiten. Wie ferngesteuert tippte ich den Satz “Ich würde gerne mitstricken” in die Instagram-Kommentarzeile und bekam gleich eine nette Antwort. Warum mache ich das, es liegt doch noch genug rum?

Ein Grund: In der Schublade schlummerte noch Gotlandwolle von Filcolana die UNBEDINGT ein Projekt brauchte. Außerdem gibt es bei Teststricks in der Regel einen festen Fertigstellungstermin. Schon im Studium hab ich am besten unter Druck gearbeitet, will heißen die Nacht vor der Abgabe ;). Teststrickprojekte haben also keine Chance in den UFO-Status zu migrieren.

Schön an Teststricks finde ich auch, das ich (zumindest virtuell) neue Leute kennenlerne. Man tauscht sich aus, bewundert gegenseitig die Fortschritte und Farbzusammenstellungen – das mag ich. Und last but not least bekomme ich so endlich auch mal Projekte für mich selber fertig.

Bei diesem Projekt hat das Stricken sehr viel Spaß gemacht. Die Anleitung ist gut geschrieben, die Größe passt. Bei meiner Garnwahl musste ich kreativ werden, das Gotlandgarn war eine Idee zu dünn für die Anleitung, deshalb hab ich einen dünnen Faden Ito Shio mitlaufen lassen. Das Ergebnis ist wunderschön! Die Wolle wird sehr lebendig dadurch. Die Muster hab ich in Peruvian Highlandwool eingestrickt, ebenfalls von Filcolana.

Ich freu mich sehr über meinen Pulli, ich konnte ihn gestern gleich gegen diese fiese Kaltfront einsetzen. Falls ihr ihn auch nacharbeiten mögt, ich informiere euch, sobald die Anleitung veröffentlicht ist.